Tansania

Karibu sana!

Jetzt bin ich schon eine Woche in Tansania, hier in Usa River, und ich bin mehr als überrascht, wie wunderbar alles gelaufen ist.
Die Reise beginnt in Hamburg. Meine Familie hat mich zum Flughafen gebracht und der Abschied war dann doch schwerer als befürchtet . Ich glaube kaum, dass es mir jetzt schon bewusst ist, aber ein Jahr – meine Güte, das ist lang! Aufkommende Tränen habe ich schnell weggeblinzelt – schließlich kommt das für Andere bestimmt komisch – und habe mein Gate gesucht. Ich konnte meine Aufregung kaum zurückhalten: es würde das erste Mal sein, dass ich alleine fliege!

In Istanbul angekommen (wo ich nur fast aus Versehen in die Türkei eingereist wäre – ein Hoch auf mein Talent Schilder richtig zu lesen) haben Alwina und ich

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ES GEHT LOS! Endlich sitzen wir im Flieger Richtung Kilimanjaro Airport

uns endlich getroffen und Flug Nr. 2 angetreten. Auch wenn dieser relativ lang ist, werden wir „nicht schlafen, wir ziehen uns alle geilen Filme rein!“. Neben uns saß eine Frau, mit der wir ins Gespräch gekommen sind. Sie fragte uns, was wir in Tansania machen, vor allem für so eine lange Zeit. Wir erzählten ihr, dass ADRA uns für ein FSJ entsendet und es stellt sich heraus, dass auch sie für ADRA in einem Projekt, ganz in der Nähe von unserem Standort, arbeitet.  #kannstdudaswiederholen? Darauf kamen wir gar nicht klar, wie Alwina jetzt sagen würde 😀

Als wir nach ewigem Warten auf unser Touristenvisum endlich aus dem Kilimanjaro Airport herauskamen, war es tiefste Nacht und trotzdem haben sich drei Menschen die Mühe gemacht, uns abzuholen: Daniel, der Direktor der Schule unseres Projekts und außerdem Vater unserer Gastfamilie, Joseph, Daniels Partner und Konrektor der Schule, und Simone, die schon ein Jahr in Tansania verbracht hat und nun alle guten Tipps und Erfahrungen mit uns teilt.
Nach einer kurzen Autofahrt (Beryl: „ Was? Hier ist LINKSVERKEHR?!“) sind wir zu Hause angekommen. Und Hallo, das nenne ich mal ein zu Hause! Pendo, die Frau des Direktors Daniel und unsere Gastmama, hat unser Haus gemütlich und mit viel Liebe eingerichtet! Alwina und mir hat es erstmal die Sprache verschlagen. Jede von uns hat ihr eigenes Zimmer + Badezimmer.  Wir fühlen uns hier pudelwohl!

Simone hat bei uns übernachtet und uns am nächsten Tag die Orte gezeigt, die man einfach kennen muss (ADRA Center, Markt, deutsche Bäckerei J). Bei so vielen Eindrücken am ersten Tag, haben wir uns dann abends nichts sehnlicher gewünscht, als eine gute Mütze Schlaf – Pendo, unsere Gastmama sah das aber ein bisschen anders. „You girls need to eat first! Go get some more! Karibuni sana!“ Sie sorgt dafür, dass wir jede Mahlzeit kugelrund und pappsatt ihr Haus verlassen. Und ihr Essen schmeckt so gut, dass wir auch gar nicht anders können. Jeden Tag kommt sie zu uns rüber und lädt uns zu sich ein mit den Worten „Karibu sana!“ (Herzlich Willkommen!)

Karibu sana, diese Worte haben wir nun schon so oft gehört. Elda Kwegelah, unser Mentor bei ADRA, konnte uns gar nicht oft genug sagen, dass auch wir jetzt Teil der ADRA- Family sind. In jedem Geschäft hören wir die Menschen fröhlich „Karibuni sana!“ rufen. Und wir fühlen uns hier nicht nur willkommen, sondern auch aufgenommen.
Die nächsten Tage heißt es aber erstmal weniger „Karibu sana“ sondern viel mehr „Reis kochen für Anfänger“. Alwina und ich haben nun unsere eigene Küche bekommen und heute das erste Mal gekocht (die Instant-Noodles von gestern zählen nicht). Leider müssen wir noch den Dreh des Reiskochens rauskriegen (Ich kann Mama gerade richtig laut lachen hören -.-)
Pendo wird sich wundern, wenn wir sie demnächst zu uns einladen: „Karibu sana, kannst du mit uns kochen üben?“

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Und schon ist es für Simone der letzte Tag in Tansania! Wir sind ihr total dankbar, für so viel Fürsorge und Motivation in den ersten Tagen.

 

 

 

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2 Gedanken zu “Karibu sana!

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