Mein Projekt

ON FIRE

Da mein Privatleben hier zurzeit etwas kümmerlich ist, (kurzer Zwischstand: für ein paar Tage hab ich mir direkt eine schnupfig-schleimige Erkältung eingefangen – es ist echt kalt hier!) berichte ich lieber vom Schulgeschehen. 
Nachdem die ersten Clubstunden gelaufen sind, werde ich auch außerhalb der Klassenräume gerne mal mit „Bonjour!“ oder „Salut! Ça va?“ begrüßt. Wie unser Gastvater und Direktor Daniel gerne sagt, sind alle komplett „ON FIRE“ wegen der Gründung der Clubs. Und es stimmt! Die Schüler sind super mit dabei, stellen viele Fragen und notieren alles, was ich sage und an das Whiteboard schreibe. Unbezahlbar sind allerdings die verwirrten Gesichter, wenn ich ohne Vorwarnung auf französisch losbrabbel. Es ist gar nicht so leicht, nach dem vielen Sprechen auf Englisch und den Versuchen Kiswahili Anfänge auf die Reihe zu kriegen, nun auch noch Französisch zurück ins Gedächtnis zu rufen. Aber ich bin mir sicher, dass auch das nach jeder Stunde wieder besser klappen wird.

Nach den ersten drei Stunden, wo wir erste Dialoge geübt haben („Je m’appelle… Et toi?“)  müssen wir allerdings eine Pause einlegen – nun, eigentlich muss der komplette Unterricht für mehr als eine Woche eine Pause einlegen. Die Schüler schreiben seit Montag ihre Examen und das jeden Tag, eineinhalb Wochen lang. Vor genau einem halben Jahr musste ich selber meine Abiturprüfungen schreiben – komisches Gefühl auf einmal auf der anderen Seite zu sitzen! Für jeden Tag sind Alwina und ich als Aufsicht in den Klassen eingeteilt. Mit wachsamen Adleraugen beobachte ich die Schüler und sorge dafür, dass sie nicht schummeln – also naja, nicht wirklich! Weil ich bis jetzt nicht mal den Versuch zu Spicken erahnt habe und es doch ziemlich langweilig ist, 25 Schülern beim Grübeln zuzuschauen, nehme ich mir immer was zu lesen mit. 

Sobald die Prüfungen geschrieben sind, beginnen schon die Ferien! Also, stehen nach der ersten weitere zwei Wochen ohne Clubstunden bevor. 

Ich hoffe sehr, dass Alwina und ich die Ferien nutzen können um unsere Umgebung besser kennenzulernen. Gespannt auf den Unterricht nach den Ferien bin ich trotzdem. So wie ich die Schüler kennengelernt habe, sind sie bestimmt immer noch ON FIRE! 

Ich helfe immer gerne – auch wenn ich Bio wirklich nicht kann und mag 😀 da wurde ich einfach in die Aufgabenstellung mit eingebaut!

Innerhalb einer Woche habe ich nach Band 1 und 2 auch das dritte der ‚Harry Potter‘ Bücher beinahe durchgelesen. Man hat eben viel Zeit, wenn man die Schüler nur beaufsichtigen muss.

Auf dem Weg zur Schule kommen wir an einem Wahnsinnsduft vorbei! Hier werden Vitumbua gebraten, Reis mit Zucker und Hefe. Ist schwer da einfach dran vorbeizugehen. Also hat uns der Mathelehrer, mit dem wir ab und zu gemeinsam zur Schule gehen, kurzerhand 10 Stück von diesen schmackhaften Bällchen gekauft. ASANTE SANA, Johnson!

French Club – BONJOUR!

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