Tansania

Durch Staub und Behörden

Wer Alwinas Blog liest, weiß, dass wir gerade in einer ziemlichen Visaherausforderung stecken. Gut einen Monat lang haben wir alle nötigen Dokumente für unsere Arbeitserlaubnis zusammen gekramt, ausgefüllt und gültige Passbilder schießen lassen. Wir haben uns oft wie vor den Kopf gestoßen gefühlt, denn Vieles war so anders als uns gesagt oder geraten wurde, obwohl wir doch inzwischen schlauer sein sollten. Unser Gastvater Daniel hat quasi die ganze Prozedur, zwischen seinen vielen Meetings und Lehrerweiterbildungen, übernommen und ist wirklich unser Held!

Wir mussten dann aber doch noch den Weg nach Dar es Salaam aufnehmen. Ca. 11 Stunden sind wir quer durch die Pampa gefahren, haben beobachtet wie die Straße von grünen Felder durch trockenes Buschland führte und wir schließlich erst in Palmenwäldern und dann in der Großstadt ankamen, während uns der Wind den ganzen Tag, nicht wie erhofft eine frische Brise in die Haare weht, sondern nur Staub ins Gesicht.

Untergekommen sind wir bei der Familie einer unserer Schülerinnen. Diese Familie hat uns verwöhnt, wir haben nicht nur Essen bekommen, sondern auch einen super angenehmen Platz für die Nacht – ein Zimmer im Hostel direkt nebenan! Alwina und ich konnten und wollten diese großzügige Einladung gar nicht annehmen und haben uns total überrumpelt gefühlt! Aber letztendlich wollten wir den Vater der Familie nicht verletzen, indem wir dieses Gastgeschenk an uns einfach abschlagen! Hier ist es normal, sobald der Gast in seiner Obhut ist, ihn von vorne bis hinten zu umsorgen, der Gast soll sich bloß um nichts kümmern.
Die nächsten drei Tage fuhren wir jeden Tag durch Dar es Salaam, von einer Behörde zu nächsten und wieder zurück, haben alles gesehen und nichts. Das wir wirklich so viel Zeit im Auto verbringen hätten Alwina und ich im Leben nicht gedacht. Wir beide hatten noch eine kleine Einkaufsliste zu erledigen, die wir aber gleich wieder einstecken konnten, wir hatten schlicht keine Zeit dafür. Wenn wir abends wieder kamen, sind wir erschöpft ins Bett gefallen und wussten, dass am nächsten Morgen alles wieder von vorne anfängt, denn immer wieder fehlte noch irgendwas, bevor wir es im Labour Office abgeben konnten.

Am 23.12. war dann endlich alles vorbei, wir konnten unsere dicken Ordner loswerden und uns endlich auf etwas ganz anderes konzentrieren: endlich sehen wir unsere afrikanischen Mitfreiwilligen wieder! Nach vier Tagen hektischem Rumgereise, konnten wir unsere Seele baumeln lassen und Gemeinschaft genießen!

Da sind sie alle! Wir haben ja echt viel gequatscht, aber es gab halt auch WLAN…

Dar es Salaam, Perspektive Meer 🌊

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2 Gedanken zu “Durch Staub und Behörden

  1. helena teichrib schreibt:

    Vielen lieben Dank für Deine Beiträge, liebe Beryl!👍👍👍
    Wir wünschen Dir für das Neue Jahr Gottes reichen Segen und alles erdenklich liebe und gute!💕💕💕💕💕💕

    Gefällt 1 Person

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